Mannschaft der 
 Feuerwehr Heuchelheim

1838 schon die ersten “Feuerreiter”
Heuchelheim: Stolz auf Gerätehaus - Im Notfall Unterstützung aus Beindersheim

Von unserem Redaktionsmitglied Tatjana Stegmann

HEUCHELHEIM. Die für Heuchelheim zuständige Verwaltung  hat schon im Jahre 1838 eine Verordnung zum Schutze ihrer Bürger verfaßt. Darin war festgehalten, daß die sogenannten “Feuerreiter” unmittelbar nach einer Brandmeldung zur Unglücksstelle zu reiten hatten.  Das war vor 154 Jahren.
Aber auch heute muß die Bevölkerung vor Bränden und anderen Katastrophen geschützt werden. Dieser Aufgabe stellen sich derzeit in Heuchelheim 14 freiwillige Feuerwehrmänner, die  sich durch regelmäßige Teilnahme an Seminarveranstaltungen
auf Landes- beziehungsweise Kreisebene immer auf dem laufenden halten, sei es beim Bedienen oder Warten der Maschinen, beim Einweisen von Fahrzeugen oder bei Atemschutzmaßnahmen. Über all diese Dinge wissen sie bestens Bescheid, was sie mit einem 2. Platz beim Kreisfeuerwehrtag 1991 unter der Leitung ihres Feuerwehrführers Jürgen Corell eindrucksvoll bewiesen haben.
Aber da das Feuerwehrleben nicht nur bei Wettkämpfen stattfindet, erinnern sich die Wehrleute in Heuchelheim auch an unerfreuliche Einsätze, so wie vor fünf Jahren, als das Vereinsheim des Allgemeinen  Turnerbundes (ATB) nach einer Brandstiftung völlig niederbrannte.
Heute sind die Heuchelheimer Feuerwehrmänner in Notfällen nicht mehr auf sich selbst gestellt, denn in der Nachbargemeinde Beindersheim  klingelt es bei einem Notfall ebenfalls sofort zum Einsatz, so daß beide Wehren sich immer gegenseitig unterstützen.
Besonders stolz ist die Heuchelheimer Feuerwehr auf das vor genau zehn Jahren in reiner  Eigenleistung erbaute Gerätehaus. Die Idee dazu wurde noch vom damaligen Feuerwehrführer Benno Heilmann geboren, der in seinem Amt als Wehrführer 40 Jahre lang den Heuchelheimern in Brandfällen beistand.

Ein Ausflug an die Maginot-Linie bei Lembach an der deutsch-französischen Grenze steht in diesem Jahr auf dem Terminkalender.
Ein kleiner Wermutstropfen trübt das ansonsten so positive Bild in  Heuchelheim: Genau wie in vielen anderen Orten hält sich das Engagement von Jugendlichen sehr in Grenzen, was Wehrleiter Corell unter anderem auf die Verkürzung der Wehrdienstzeit zurückführt, durch die der  Ersatzdienst an Attraktivität verliere.

Die Freiwillige Feuerwehr in Heuchelheim: 14 Männer sind bereit, wenn der “rote Hahn” kräht. (Foto: Klein)

[Bericht erschienen in: “DIE RHEINPFALZ”, Frankenthaler Teil, am 27.10.1992]

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